In zwei anderen Beiträgen haben wir bereits richtungsweisende Ergebnisse des NMC Horizon vorgestellt. Der dritte Teil der Serie steht unter dem Titel Zukunftsmusik. Für alles was folgt, gehen die Autoren der Studie davon aus, dass dies erst in frühestens vier oder fünf Jahre von Bedeutung sein könnte.
Gestenbasiertes Computing
Von Smartphone und Tablet-Computer kennt man es schon längst: Steuerung über Gesten. Mit einem Wischen wird das Telefon entriegelt, einmal Antippen und die App öffnet sich. Diese Steuerung ist intuitiv und darin liegt der große Vorteil, auf dem auch der Erfolg von Spielekonsolen wie der Wii von Nintendo oder Microsofts Kinect begründet ist. Was bereits im Unterhaltungsbereich gang und gäbe ist, fehlt in der Bildung noch. Die Autoren der Stunden haben kaum aktuelle Beispiele für gestenbasierte Soft- oder Hardware im Hochschulbereich gefunden. Ein erstes Projekt, das auf dieser Technologie beruht, ist der Virtual Autopsy Table, also ein Tisch an dem der menschlichen Körper virtuell erforscht werden kann. Entwickelt wurde das Gerät am schwedischen Norrköping Visualization Center und dem Center for Medical Image Science and Visualization.
Die Entwicklung verspricht viele Vorteile in der Lernpraxis. Nicht nur in Universitäten kann der Tisch den Studenten die Anatomie des Körpers nahe bringen, auch in Museen ist ein Einsatz denkbar, da durch die Gestensteuerung die Bedienung intuitiv erfolgt.
Auch in der medizinischen Praxis hat sich der Multitouch-Tisch als hilfreich erwiesen. Detaillierte Computertomografien können auf die Tischfläche übertragen werden. Dadurch kann beispielsweise vor Operationen ein genaues Bild des Problems geschaffen werden; Ärzte können sich Schichtweise den Körper anschauen und so genauere Einblicke bekommen, die durch herkömmliche Methoden nicht möglich wären. Dabei können sogar mehrere Ärzte gleichzeitig am dargestellten Patienten operieren und verschiedene Aufgaben übernehmen. Der Tisch wird zurzeit schon als Ergänzung zu normalen Autopsien eingesetzt.
Internet der Dinge
Das Internet der Dinge hört sich kryptisch an, geistert aber schon seit einigen Jahren durch die Medien. Dahinter steckt nichts anderes, als Gegenstände des Alltags, die mit dem Internet verbunden sind und Informationen austauschen. Das können Kühlschränke sein, die automatisch Milch online nachbestellen, wenn sie leer ist oder Waschmaschinen die ständig die aktuellen Strompreise prüfen und dann mit dem Waschvorgang beginnen, wenn es am preiswertesten ist.
Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den so genannten Smart Objects. Das sind kleine Objekte, die sich an fast alle Gegenstände anbringen lassen, einen eigenen Speicher für Daten und Informationen haben und über das Internet mit anderen Geräten kommunizieren können. Beispiel hierfür ist die RFID-Technologie, die bereits in Kaufhäusern zur Warensicherung oder in Bibliotheken für eine leichtere Ausleihe eingesetzt wird.
Im Bildungsbereich wurde diese Technologie bis jetzt aber noch kaum genutzt. Die Northern Arizona University setzt beispielsweise Studierendenausweise mit RFID-Tag ein, um in Lehrveranstaltungen die Anwesenheit ihrer Studenten zu kontrollieren. Im ITP Programm der New York University lernen Studierende wie sie mit Hilfe von Smart Objetcs intelligente Wohnräume gestalten und wie Sensor-Managementsysteme funktionieren.
Ein Beispiel für ein intelligentes Zimmer hat ein Berkeley-Student in seinem ersten Studienjahr entworfen. Er hat sein ganz normales Wohnheimzimmer zu BRAD gemacht, dem Berkeley Ridiculously Automated Dorm. Hier funktioniert alles über App, Sprachsteuerung oder Bewegungssensoren. Besonders beeindruckend ist der Party-Modus.
Aber wie die Autoren selber zugeben, ist mit einem Einsatz dieser Technologien erst in einigen Jahren zu rechnen – wenn überhaupt. Denn letztendlich ist eine Trendbestimmung immer auch in Bisschen der Blick in die Kristallkugel. Interessant ist er aber allemal.
Der dritte ist zugleich auch der letzte Teil unserer kleinen Serie über die Trends im E-Learning und die Ergebnisse aus dem NMC Horizon Report.

Tony Karrer veröffentlichte bereits vor zwei Monaten einen äußerst interessanten und vielbeachteten
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rkennbar. So haben die deutschen E-Learning-Unternehmen im Jahr 2009 hochgerechnet 346 Millionen Euro umgesetzt. Im Vergleich zu den Gehältern des Deutsche Bank Vorstandes im selben Jahr, immerhin 39 Millionen Euro, ist das sicherlich noch ausbaufähig. Aber der Trend ist erkennbar, was uns bei Lecturio wiederum die Bestätigung gibt, auf dem richtigen Weg zu sein. Den vollständig aufgeschlüsselten Branchenmonitor 2010 mit detaillierteren Angaben, Rankings und Informationen zu den Erhebungsmethoden, findet ihr
Das Internet dreht seine Kreise – alles wird immer schneller und schneller. Da wollen wir natürlich mitmischen und den (nützlichen) Trends von morgen folgen. Um euch den besten Service bieten zu können und mit der Schnelllebigkeit mithalten zu können, haben wir den Lecturio-Motor aufgerüstet. Unser System bietet euch nun einen noch schnelleren Zugriff auf alle verfügbaren e-Vorlesungen.