Kultusminister fordern 39-Stunden-Wochen für Studenten

Was ist wohl die Waffe der Wahl um das Bologna-Bürokratiemonster zu bekämpfen? Richtig, noch mehr Bürokratie! So scheinen zumindest die Kultusminister zu denken. Letzte Woche forderten Sie, dass Studenten nicht mehr als exakt 39-Stunden pro Woche arbeiten sollen. Zurück an die Taschenrechner also liebe Professoren und Akkreditierungsagenturen! Wie sich diese Studenten-„Arbeitswoche“ zusammensetzt, kann bisher zwar noch keiner der Verantwortlichen so genau sagen, aber man kann ja schon mal anfangen.

Dass Studenten mit oberflächlichem Zahlenzauber das Studium in den überladenen Bachelor- und Masterstudiengängen plötzlich leichter fallen wird, darf bezweifelt werden. Statt also weiterhin unbeirrt dem falschen Weg zu folgen, sollten die Bildungsverantwortlichen kurz innehalten und sich nach neuen Möglichkeiten umsehen. Über 100 Milliarden Euro wurden 2009 für den Bildungsbereich ausgegeben Da erwarten Steuerzahler und Studenten mehr als rhetorische Pflaster-Taktik.

Ein grundsätzliches Umdenken muss her, um den Studierenden ein flexibles und zeitgemäßes Lernen und Forschen zu ermöglichen. Die Ludwig-Maximilan-Universität (LMU) und die Technische Universität München (TUM) machen bereits den Anfang und bauen ihr e-Learning-Angebot massiv aus. In Zusammenarbeit mit der Wissensplattform Lecturio.de, bieten sie ihren Studenten die Möglichkeit, Vorlesungen als interaktive Videos von zu Hause aus zu verfolgen. Somit können Studenten selbst entscheiden wann sie am aufnahmefähigsten sind und bei Konzentrationsaussetzern einfach noch mal zurückspulen.

Zahlreiche Studenten, die neben dem Uni-Stress arbeiten und/oder ihre Kinder erziehen, haben bewiesen, dass sie flexibel und belastbar sind. Nun ist es an der Zeit, dass die Hochschulen einen Schritt auf die Studenten zu gehen und ihnen das Studieren so einfach gestalten wie es unter schwierigen Bedingungen eben möglich ist.

Wer sich selbst ein Bild von zeitgemäßem e-Learning machen will, findet nähere Informationen auf Lecturio.de.

Eine von mehreren Probevorlesungen gibt es hier.

Die spannende Hintergrundgeschichte zu diesem Clip finden Sie hier.