CHE-Ranking: Fluch und Segen

CHE RankingEs sind die großen Fragen nach dem Abitur: Was studieren? Und vor allem: wo? So schwierig die Wahl des richtigen Studienfaches ist, die richtige Uni für sich zu finden ist mindestens genauso kompliziert. Deshalb ist das Ranking der Wochenzeitung Die Zeit und des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) der Bertelsmann Stiftung ein beliebter Indikator für Studenten, um einen Einblick in die Qualität der möglichen Studienorte zu erhalten. Vergangene Woche wurde das CHE-Ranking 2012/2013 veröffentlicht.

Eine wichtige Rolle bei der Erstellung der Rangliste spielen verschiedene Faktoren. Dazu gehören zum einen grundlegende Informationen zum Studium und zur Ausstattung. Zum Beispiel: Wie viele Studenten hat der Fachbereich? Wie groß ist der Bestand der Bibliothek? Wie hoch sind die Gebühren an der Hochschule? Zum anderen wird auch die Lehre und Forschung untersucht. Hier wird besonders auf die Zahl der Promotionen und Drittmittel geachtet, aber auch Wert auf die Urteile von Studierenden und Professoren gelegt. Diese wurden nach den Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie der Reputation der einzelnen Fachbereiche innerhalb der Professorengemeinschaft befragt. Beim aktuellen Durchlauf waren es mehr als 250.000 Studierende, die insgesamt 37 Studienfächer bewertet haben.

Kritikanfälliges Ampelsystem

Zu den beliebtesten Studienrichtungen gehörten in den vergangenen Jahren vor allem die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Maschinenbau, Informatik und Germanistik. Aber auch die Klassiker Medizin und Jura sind Dauerbrenner an den Universitäten. In der Ärzteausbildung haben laut CHE-Ranking die Universitäten in Heidelberg, Greifswald, Witten-Herdecke und Würzburg die Nase vorne. Rechtswissenschaften sollen an der privaten Hamburger Bucerius Law School, der Universität Halle-Wittenberg sowie an den Unis in Passau und Bayreuth sehr gut sein.

Dank Ampelsystem mit den Farben grün, gelb und blau macht es das Ranking einfach, die Studiensituation an der Wunschuni einzuschätzen. Darin liegt aber auch eines der größten Probleme der CHE-Rangliste. Regelmäßig wird die Auflistung kritisiert. Ein großer Mangel ist unter anderem, dass der Datensatz und eine detaillierte wissenschaftliche Beschreibung nicht veröffentlicht werden und somit die Ergebnisse nicht nachvollziehbar sind. Kritiker nennen das unwissenschaftlich. Zudem kommt auch immer der Vorwurf von wirtschaftlichen Interessen auf, da hinter der Bertelsmann Stiftung der private Medienkonzern Bertelsmann steht.

Nur eine Hilfestellung

Fragwürdig für viele Kritiker ist außerdem, ob man gute Lehre und Forschung in der Form eines Rankings messen kann. “Man kann Publikationsleistungen nicht durch Seitenzählen ermitteln. Außerdem spiegelt sich die Bedeutung der Forschung für die Lehre in den Kriterien nicht wider”, zitiert die Frankfurter Rundschau Andreas Archut, Sprecher der Uni Bonn in einem Artikel aus 2009. In diesem Jahr hatte sich die gesamte Universität dazu entschlossen, nicht mehr am Ranking teilzunehmen. In der aktuellen Auflage ist die Hochschule jedoch wieder vertreten, nachdem das CHE wesentliche Kritikpunkte der Universität aufgenommen hat.

Dennoch bleibt das CHE-Ranking umstritten. Als erste Orientierung für Studienanfänger ist es aber gewiss hilfreich. Letztendlich können Rankings, egal wie objektiv, nur eine Hilfestellung geben. Ob eine Uni zu einem passt oder nicht, weiß man erst, wenn man dort eine Zeit studiert hat.

Neu bei Lecturio – Newsletter Februar

Denjenigen, die unseren Newsletter nicht abonniert haben, möchten wir unsere Neuigkeiten nicht vorenthalten. Im folgenden der heutige Newsletter:

Hallo Lecturio-User!

Vielen Dank für all das positive Feedback. Auch wenn Lecturio.de noch ein paar Macken hat (z. B. läuft der Player auf Netbooks wg. zu hoher CPU-Belastung noch nicht flüssig), arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungen und werden auch weiterhin stark auf eure Wünsche eingehen!


Heute gibt es ein Update zu den folgenden Themen:

1. Wir brauchen eure Unterstützung: Weitersagen!

2. Start „Lecturio Plus“: Neue Funktionen

3. Start Jura-Online-Repetitorium „Lecturio Law“


1. Wir brauchen eure Unterstützung: Eure Profs und ihr entscheiden, ob Lecturio eingesetzt wird oder nicht, nicht wir. Sagt euren Profs deutlich, dass ihr Lecturio gut findet und sprecht neue Dozenten auf das Thema Vorlesungsaufzeichnung an! Das heißt: Nicht uns vorschlagen, wen ihr bei Lecturio zusätzlich dabei haben wollt, sondern direkt eure Profs, den AStA, die Uni-Leitung, etc. überzeugen. Trotzdem freuen wir uns natürlich weiterhin über euer Feedback ;-) !

2. „Lecturio Plus“ ist gestartet: Wir haben neue Funktionen und es werden noch einige coole Features hinzu kommen! Das erste Feedback von euch zu Lesezeichen, identifizieren klausurrelevanter Stellen & Co. bestärkt uns, hier weiter Gas zu geben, danke!
Wir können nicht von Luft und Liebe leben, deshalb haben wir “Lecturio Plus” für den symbolischen Preis von 0,99 €/Monat eingeführt. Nicht weil wir euch abzocken wollen, sondern um zumindest einen kleinen Teil der Entwicklungskosten zu decken (der Preis für die Aufzeichnungen an der Uni ist gerade kostendeckend für die Aufnahmen selbst). Überlegt euch bitte, ob euch eine angenehmere Klausurvorbereitung 1€ wert ist! Die Basisfunktionen bleiben natürlich weiterhin kostenlos: Unsere Strategie ist, „Lecturio Plus“ in Zukunft konstant attraktiver und nicht die Basis-Version von Lecturio unattraktiver zu machen.
Jetzt für nur kurze Zeit von der Startaktion bei „Lecturio Plus“ profitieren: http://www.lecturio.de/lecturio/lecturio-plus-kaufen.html

3. Das Jura-Online-Repetitorium „Lecturio Law“ ist gestartet.
Unter http://www.lecturio.de/lecturio-law.html können sich Jura-Studenten oder Referendare jetzt online besser auf das 1. und 2. Staatsexamen vorbereiten – mehr Infos auch in unserem Blogbeitrag zu Lecturio-Law. Bitte befreundeten Jura-Kommilitonen weitersagen!

Wir freuen uns auf euer Feedback und wünschen euch viel Erfolg für die kommenden Klausuren!