Persuasive Technology: Wie die Technik unser Verhalten verändert

Bestimmt die Technologie bald unser Leben? Foto: Tobias Mittmann/jugendfotos.de

Mal ehrlich: Die meisten von uns sind doch ständig irgendwie vernetzt. Sitzen wir nicht am PC oder haben unseren Laptop auf dem Schoß, dann haben wir doch wenigstens immer ein Handy dabei, das wir als Sprachrohr in die Welt nutzen können. Das ist eine Entwicklung, die die Zeit mit sich gebracht hat. Ob man das nun gut findet oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Die spannende Frage dahinter ist aber, wie wir unser Verhalten durch die Technik verändern. Da gibt es einerseits den Ansatz, dass wir eine Technologie durch die andere ersetzen. Denkbar ist das beispielsweise beim Handy, dass das Festnetztelefon in weiten Teil abgelöst hat. Oder auch beim iPad, das sich anschickt, den Laptop überflüssig zu machen.

Das Smartphone als Diätenplaner

Eine andere Frage ist: Wie verändert die Art und Weise, wie wir die Technologien nutzen unser Leben? Das Stichwort in diesem Zusammenhang ist persuasive technology, also überzeugende Technologie. Darunter versteht man Technologie, die unser Verhalten ändert, ohne uns zu manipulieren oder ohne, dass dies unbewusst geschieht. Ein simples Beispiel ist die Rechtschreibkontrolle in Textverarbeitungssoftware. Sehen wir ein Wort rot unterstrichen, schauen wir genauer hin und suchen den Fehler – oder lassen ihn uns gleich anzeigen und automatisch korrigieren.

Mit den neusten Geräten wächst das Potenzial für persuasive technology. Tablets und Smartphones begleiten uns fast überall hin und haben unsere wichtigsten Daten parat. Durch die Möglichkeit, Apps zu installieren, können wir die Geräte unseren Bedürfnissen anpassen. Ein kleines Programm, das uns automatisch sagt, wann wir einen Termin haben oder das uns an unseren Diätplan erinnert? Kein Problem mehr.

Bestimmt Technologie bald unser Leben?

Self-Monitoring, also Selbst-Beobachtung, heißt das in der Fachsprache. In diesem Fall fungieren die Geräte als kleine Assistenten, die unser Verhalten überwachen und uns auf Sachen oder Verhaltensweisen hinweist. Kommt das oft genug vor, konditionieren uns die Geräte sogar und verändern unser Verhalten nachhaltig.

Bei allen Vorteilen die diese Technik bieten mag, erschreckend kann sie schon sein. Zwar müssen wir wahrscheinlich keine Angst haben, dass irgendwann die Maschinen unser Leben bestimmen, so gibt es doch beim Datenschutz bedenken. Schließlich geben wir Daten über unser Verhalten in die Hände von Programmen – und damit auch an private Firmen. Erst wenn garantiert wird, dass sie dort sicher sind, kann wohl der nächste große Schritt der persuasive technology erfolgen.

Trend-Studie: E-Learning wird mobil

In der Antike hat es vielen Menschen Antworten gegeben. Ödipus sagte es beispielsweise den Tod durch den eigenen Sohn voraus. Doch seit mehr als 1600 Jahren gibt es das Orakel von Delphi nicht mehr. Der Name ist aber weiterhin ein Synonym für Aussagen und Prognosen über die Zukunft. Ein Beispiel für die heutige Verwendung ist der Delphi MMB Trendmonitor. In seiner aktuellen Ausgabe orakelt er über die Zukunft des E-Learnings. Klar, dass wir uns das angeschaut haben.

Schon Kinder lernen spielend mit mobilen Endgeräten. Foto: Kathy Cassidy/flickr.com

Als großen Trend beschreibt die Studie des Instituts für Medien- und Kompetenzforschung Mobile Learning, also das Lernen auf mobilen Endgeräten. Besonders für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Anwendungen haben die befragten Experten eine rosige Zukunft prognostiziert. 82 Prozent von ihnen sehen ein großes wirtschaftliches Potenzial im Jahr 2015. 2011 waren es noch 79 Prozent. „Neben der großen Verbreitung und ubiquitären Nutzung mobiler Endgeräte dürften hier auch die neuen Vertriebs- und Erlösmodelle eine Rolle spielen, die mit dem Stichwort ,Apps‘ assoziiert werden“, heißt es in der Studie.

Mit Apps das ganze Potenzial ausschöpfen

Auch generell wird dem mobilen Lernen eine große Zukunft vorausgesagt. 84 Prozent der Befragten haben sich in einer offenen Frage ohne vorgegebene Antwortkategorien für Mobile Learning und Apps als zukunftsweisend für die E-Learningbranche entschieden. Ein Experte begründet seine Antwort relativ einfach: „… weil die Endgeräte dafür endlich da sind!“ Und in der Tat ist die Idee des Mobile Learnings nicht neu. Bereits um das Jahr 2000 wurde der Technologie eine große Zukunft voraus gesagt. Jetzt, zwölf Jahre später, liegt mit Tablet und Smartphone endlich auch die entsprechende Hardware vor.

Das iPad hat den Weg für mobiles Lernen geebnet. Foto: iStockphoto

Doch nicht nur von dem was, sondern auch von dem wie haben die Experten des Trendsmonitors schon ein Bild vor Augen. „Die größte Zustimmung erfährt die Aussage, dass mobile Lerner vor allem solche Angebote bevorzugen, die speziell für mobile Endgeräte entwickelt wurden“, so die Studie. Der große Vorteil: Solche Apps können speziell an die Fähigkeiten der Geräte angepasst werden, beispielsweise indem sie das Touch-display oder den eigebauten Lagesensor in das Lernerlebnis einbeziehen.

Orakel sehen schwarz für Finanzierung

Als große Herausforderung stellt sich momentan noch der Weg da, wie die Apps zu den Anwendern kommen. Das meist Potenzial wird dabei dem App-Store und Android Market zugeschrieben. Sie sollen als Hauptvertriebswege dienen. Doch komplett zufrieden sind die Experten mit der Lösung noch nicht. Weder eine Finanzierung über Werbung, noch so genannter Paid Content, also kostenpflichtige Angebote, werden – bislang – als erfolgsversprechende Geschäftsmodelle gesehen.

Doch ob nun Delphi, Krake Paul oder Kristallkugel: Über die Zukunft orakeln können viele. Was sich letztendlich wirklich am Markt durchsetzt, zeigt nur die Zeit.

Mobile Learning ist aber auch bei Lecturio ein Thema. Geh einfach mit deinem iPad oder iPhone auf m.lecturio.de und greif auch von unterwegs auf unser Kursangebot zu.

Student im Selbstversuch: Ein Leben ohne Papier

Es gibt Dinge, die vor einigen Jahre prophezeit wurden und immer noch nicht eingetreten sind: Weder steht in jeder Küche ein Kühlschrank mit Internetanschluss, noch fliegen Autos durch die Luft. Auch der Abschied vom Papier wird regelmäßig heraufbeschworen. Immer mal wieder gibt es Studien, die vom papierlosen Büro sprechen. Die Realität sieht jedoch anders aus.

Versunken im Papierchaos. Foto: Nishaluh/jugendfotos.de

Dennoch: Es gibt ein paar Fortschritte. E-Mails ersetzen Briefe, statt einer Postkarte gibt es eine SMS aus dem Urlaub und das Fax verstaubt heutzutage auch meist in der Ecke. Um etwa 40 Prozent soll die Benutzung von Papier zurückgegangen sein. Das findet die Studie The Myth of the Paperless Office heraus.

Aus der Vorlesung direkt in die Cloud

Zwar hat die digitale Kommunikation viel zur Reduzierung von Papier beigetragen, einigen reicht das aber noch nicht. Mark Kreuzer ist einer von ihnen. Der Student hat sich selbst ein Experiment auferlegt: Drei Monate ohne Papier auskommen – Zuhause, in der Uni und in der Freizeit. In seinem Blog hat er alle Herausforderungen und Probleme dokumentiert.

In der Uni hat der Versuch keine große Herausforderung dargestellt. Bewaffnet mit seinem Tablet-PC hat sich Kreuzer digitale Notizen gemacht. „Ich habe alle meine Ordner weggeschmissen“, sagt der Student auf Welt Online. Stattdessen sortiere er alle seine Unterlagen für das Studium digital. Durch Computer und Smartphone könne er alles ohne Probleme in der Cloud speichern. „Ich bin seitdem sehr viel organisierter“, so Kreuzer weiter.

Strafzahlung und Toilettengänge

Doch manchmal ist Kreuzer auch nicht ohne Papier ausgekommen. Der Film im Kino wird zwar auf die Leinwand projiziert, aber was ist mit der Eintrittskarte? Die gibt es noch nicht digital. Und auch wenn er versucht hat, alle Rechnungen künftig nur noch digital zu bekommen – manchmal landet doch ein Brief im Briefkasten. Aus Papier und völlig analog.

Um nicht irgendwann nachlässig zu werden und doch mehr Papier zu benutzen, als eigentlich notwendig gewesen wäre, hat sich Kreuzer selbst mit Strafzahlungen belegt: Fünf Euro für angenommenes Papier wie beispielsweise Parktickets und zehn Euro für selbstproduziertes. Das könnten beispielsweise Anträge beim Straßenverkehrsamt oder Grußkarten zum Valentinstag sein. Am Ende der drei Monate sind so 245 Euro zusammengekommen. Die will Kreuzer spenden.

Mit dem Experiment endet sein Versuch des papierlosen Lebens nicht. Kreuzer macht weiter. Auf Facebook hat er die Gruppe Papierlos Bewegung gegründet. Gemeinsam mit anderen will er Tipps austauschen, wie man seinen persönlichen Papierbedarf reduzieren kann.

Übrigens: Die spannendste aller Fragen hat er in einem Interview mit jetzt.de ganz beiläufig beantwortet: „Toilettenpapier benutze ich übrigens auch.“

Hand oder Maus: Ist gestenbasierte Lernen längst da?

Steuern wir bald alles nur noch über Gesten? Foto: OneStar/jugendfotos.de

Vor einiger Zeit hatten wir in unserer Serie über die Zukunft des E-Learnings die Ergebnisse des NMC Horizon Reports vorgestellt [alter Beitrag]. Dieser hat unter anderem vorhergesagt, dass gestenbasiertes Lernen, in den nächsten drei bis fünf Jahre immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Sonja Gerber vom Blog E-Learning an Schulen widerspricht dem. Für sie ist es längst Alltag.

Als Fachberaterin für E-Learning und Teletutoring am Regierungspräsidium Karlsruhe berichtet sie auf ihrer Seite ebenfalls über Entwicklungen im E-Learning. In ihrem neusten Beitrag schreibt sie über ihre Erfahrungen im Schuleinsatz mit gestenbasiertem Lernen. „Meiner Meinung sind gestenbasierte Anwendungen doch schon in Bildungsprozessen angekommen. Wer sein iPhone oder iPad auch für Lernzwecke verwendet, nutzt bereits bestimmte Bewegungen zur Steuerung. Auch das Umblättern der Seiten eines E-books ist gestenbasiert. Die klassische Tastatur und Maus sind zumindest teilweise schon heute überflüssig und werden durch Gesten ersetzt.“

Der digitale Patient ist längst Realität

Als ein wichtiges Element für das gestenbasierte Lernen habe ihre Schule für jeden Klassenraum einen PC mit Touchscreen und Beamer angeschafft. Und laut Gerber habe damit die Suche nach geeigneter Software erst begonnen.

Im diesjährigen Open Course (OpCo12), über den wir bereits im Zusammenhang mit dem iPad als Hype berichtet hatten, wurde auch gestenbasiertes Lernen diskutiert und einige interessante Innovationen vorgestellt. Die digitale Patientin Simone ist dem Autopsie-Tisch, der bereits im Horizon Report vorgestellt wird, in seiner Funktion und Handhabung sehr ähnlich. Das Gerät simuliert einen kranken Patienten. Angehende Ärzte an der Berliner Charité können an diesem digitalen Versuchsobjekt ihre Diagnose- und Behandlungsfähigkeiten testen und verbessern; Fieber messen oder eine Untersuchung des Innenohrs – bei Simone kein Problem.

Große Lernerfolge mit Kinect

Ein anders Projekt, das uns sehr gefällt und zeigt, wie gestenbasiertes Lernen schon bei jungen Schulkindern zu Erfolgen führt, ist der Einsatz von Microsoft Kinect an einer südafrikanischen Schule. Die Schülerinnen und Schüler lernen so auf spielerische Weise Englisch und die Zahlen. Und wie das Video und der Artikel verraten, tun sie das mit großem Erfolg.

Tablets: Ist das iPad nur ein Hype?

Nur ein Hype? Foto: Flickr.com/Kominyetska

Vor einiger Zeit hatten wir euch die Trends des E-Learnings aus dem NMC Horizon Report 2012 in einer kleinen Serie vorgestellt. In der Untersuchung wurden unter anderem Tablets wie das iPad als große Innovation im Bildungsbereich gefeiert. Doch es gibt auch kritische Stimmen.

Aktuell findet zum Horizon Report der Open Course 2012 (OpCo12) statt, eine Online-Seminarreihe rund um das Thema E-Learning. Im Rahme dieser Veranstaltung kam auch Kritik am Einsatz von Tablets in Bildungseinrichtungen auf. Konkret bezeichnete einer der geladenen Experten Tablets als Hype. In fünf Thesen erklärt Beat Doebeli Honegger, Professor für Medienbildung und Informatikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, warum er keine Zukunft für den Tablet-Einsatz in der Bildung sieht.

Tablets für alle

Mobile Geräte wie das iPad seien nicht mehr als multimediale Kinderbücher, so eine seiner provokanten Thesen. Im Großen und Ganzen könnten sie nicht mehr als herkömmliche Laptops. Lediglich im Vorschulbereich sieht Doebeli Honegger Vorteile, da durch die Steuerung über den berührungsempfindlichen Bildschirm auch Kleinkinder intuitiv die Tablets nutzen könnten und mit den richtigen Lernapps ein multimediales Feedback bekämen.

Zudem sei es schwierig Tablets in der Schule einzusetzen, da sie so ausgelegt sind, dass sie nur einen Nutzer haben. Dadurch würde es kompliziert, wenn sich mehrere Schüler ein Gerät teilen müssten. Konkret äußere sich dies beispielsweise bei Lernanwendungen die persönliche Daten nutzen und Lernfortschritte speichern. Durch mehrere Benutzer sei der Vorteil der Individualisierung passé. Doebeli Honegger fordert deswegen: „Wenn Tablets in der Schule, dann bitte 1:1!“ Außerdem sei es sowieso bald der Regelfall, dass jeder Haushalt über einen mobilen Computer verfüge, sei es nun Tablet, Netbook oder Smartphone. Daher sollte langfristig über die BYOD-Strategie nachgedacht werden. Das heißt Bring your own device und soll Lernenden erlauben, ihre eigenen Geräte beispielsweise in der Schule einzusetzen.

Ein Notebook als Ergänzung

Prinzipiell sei der Einsatz von Tablets jedoch beschränkt. „Ab einem gewissen Alter werden die Projekte und Aufgaben in der Schule aber grösser, aufwändiger und komplexer und dann reicht ein Tablet nicht mehr aus“, sagt Doebeli Honegger. Besondern beim Verfassen längerer Texte sei die virtuelle Tastatur ein Nachteil. Diese Erfahrungen kennt der Schweizer auch von seinen Studenten: Selbst wer ein Tablet habe, nutze meist zusätzliche ein Notebook oder einen Desktop-PC.

Gesamt betrachtet, kommt Doebeli Honegger zu dem Ergebnis, dass Tablets keinerlei didaktische Innovation gebracht hätten und im Bildungsbereich daher überflüssig seien.

Doebeli Honegger sagt selbst, dass seine Thesen bewusst provokativ formuliert sind und lässt sie deswegen auch nicht unkommentiert im Raum stehen. In seinem eigenen Wiki und auf einer offenen Diskussionsplattform setzt er sich mit der Kritik an seinen Thesen auseinander.

Serie: Trends im E-Learning, Teil I

Wir bei Lecturio sind nicht die einzigen, die sich mit der Zukunft des Lernens und insbesondere mit E-Learning beschäftigen. Jedes Jahr veröffentlicht das New Media Consortium (NMC) eine ausführliche Studie über die kommenden Trends rund um das Thema Lernen, den NMC Horizon Report. Das NMC ist ein Zusammenschluss von Bildungsexperten, hauptsächlich aus den USA und Großbritannien, aber auch aus Deutschland.

In der aktuellsten Ausgabe des Reports stellen die Autoren für die kurz-, mittel- und langfristige Zukunft der Bildung sechs Trends fest:

  • Mobile Apps
  • Tablet Computing
  • Game-basiertes Lernen
  • Learning Analytics
  • Gestenbasiertes Computing
  • The Internet of Things

In einer kleinen Serie stellen wir vor, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt.

Mobile Apps

Seit dem Siegeszug der Smartphones haben sich auch die Ansprüche an Software gewandelt. Egal ob Apples iOS oder das Betriebssystem Android: Apps sind nicht mehr wegzudenken. Allein iPhone- und iPad-Nutzer haben mehr als 15 Milliarden dieser kleinen Anwendungen im App Store heruntergeladen. Auch Konkurrent Android kann sich über ähnliche Beliebtheit freuen. ABI Research geht von über zehn Milliarden Downloads bis zum Ende des vergangenen Jahres aus.

Bildungseinrichtungen, insbesondere Universitäten haben dieses Potenzial erkannt und setzen eigene Apps ein. Das fängt bei Infos über die Angebote in der Mensa und den Bestand der Uni-Bibliothek an und reicht bis zu lernunterstützenden Anwendungen. Ein interessantes Beispiel ist die App Aspects of Anatomy von der Warwick University in England. Sie richtet sich an Medizinstudenten und beinhaltet 38 kurze Lehrvideos in denen ein Professor der Universität die Anatomie des menschlichen Körpers erläutert. Dadurch kommt der Hörsaal direkt in die Hosentasche. Mit Hilfe von kleinen Tests können die Studenten sofort ihren Lernfortschritt überprüfen.

Tablet Computing

Bei den Tablet-PCs steht unangefochten das iPad von Apple an der Spitze, aber auch die Konkurrenz schläft nicht. Zusammen bilden die flachen Computer für unterwegs eine eigene Gerätefamilie, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut – auch im Bildungsbereich.

In mehreren Projekten wurden Studenten bereits mit Tablet-PCs ausgestattet, die ihnen das Lernen erleichtern und neue Möglichkeiten zur Vernetzung und Interaktion mit Kommilitonen und Dozenten bieten sollen. An der University of Illinois at Urbana-Champaign liegen in den Labors für organische Chemie iPads bereit, die Video-Erläuterungen zur wichtigsten Labortechnik bereithalten und Hilfestellungen bei Experimenten geben.

Die Anwendung UQMarkup soll die Studenten und Lehrende näher zusammen bringen und die wissenschaftliche Arbeit erleichtern. Mit der von der University of Queensland entwickelt App für das iPad können Dozenten die Arbeiten ihrer Studenten besser bearbeiten, und Feedback in Form von Text und Audiokommentaren direkt einbinden. Wenn die Arbeit fertig korrigiert ist, erhalten die Studenten automatisch eine Nachricht und können sich die verbesserte Version anschauen.

Lesen Sie im zweiten Teil, wie Game-basiertes Lernen und Learning Analytics die Bildungslandschaft verändern könnten.

Bildungsnews: Student bastelt 92-Euro-IPad

Erstmals mehr als eine halbe Million Studienanfänger in Deutschland

Zum Wintersemester haben in Deutschland 515.800 Menschen ihr Studium begonnen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die faktische Abschaffung der Wehrpflicht, die geburtenstarken Abiturjahrgänge sowie die doppelten Abschlussklassen durch die Verkürzung der Gymnasium-Zeit in einigen Bundesländern sind für diesen Rekord verantwortlich. Als Reaktion auf den Ansturm wollen Bund und Länder in den kommenden Jahren neue Studienplätze schaffen.

Jeder vierte Student macht Auslandserfahrungen

Der Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) hat in einer neuen Studie bekanntgegeben, dass jeder vierte Student an einer deutschen Hochschule Auslandserfahrungen sammelt. Dazu würden nicht nur Auslandsaufenthalte zählen, sondern auch Praktika, Sprachkurse und Studienreisen. Interessant: Studenten an Universitäten sind laut Statistik mobiler als Fachhochschüler. Insgesamt ist die Zahl der Auslandsaufenthalte im Vergleich zu 2009 leicht rückläufig.

Chinesischer Student baut Freundin ein 92-Euro-IPadSelbstgebauter Tablet-PC
Dem Kunst- und Designstudent Wei Xinlong fehlte das Geld, um seiner Freundin ein neues Notebook zu kaufen. Und so bastelte er ihr aus einem alten Laptop und einigen günstigen neuen Teilen einen ganz persönlichen Tablet-PC. Mit dem Gerät kann im Internet gesurft, Touchpad-Spiele gespielt und gearbeitet werden. Das Material für die individuelle IPad-Konkurrenz war dabei auch noch unschlagbar günstig: 800 Yuan (umgerechnet 92 Euro) musste Wei bezahlen. Die Internetwelt war natürlich begeistert!

Die Gewinner unseres iPad-Gewinnspiels stehen fest!

ipad-gewinnspielHallo liebe Community,

wie versprochen verkünden wir heute die glücklichen Gewinner unseres iPad-Gewinnspiels.
Diese haben wir gestern bereits vorab per E-Mail benachrichtigt und konnten dabei dem ein oder anderen den Tag ganz besonders versüßen:

„…ich weiss gar nicht was ich sagen soll. DANKE!!! …“
„…Welch ein Tag: iPad Gewinn, 20% gespart beim Kurs, kann es besser werden? Danke, Danke!…“

Ganz ehrlich: Das Schönste für uns war eigentlich zu sehen, dass ihr euch so über eure Gewinne freuen konntet! ;) Aber jetzt mal zum offiziellen Teil!

Hier seht ihr ein hübsches Video von den Lecturios Anne und Volker, die sich als Glücksfeen bei der Auslosung der ersten Gewinner filmen haben lassen ;)

Die Gewinner sind:

 iPad Andreas Frahn

iPad-Halter Patrick Busche

Solar-Ladegerät Claudia Karst

Like/Dislike-Stempel Nadja F.

Kühlschrank Apps Tessa Heemeyer

iPhone-Retro-Hülle Angela Hildebrandt

Hichert Buch Janine Carl

Hichert Poster 1 Linna  Danne

Hichert Poster 2 Yulia Fayt

Hichert Poster 3 Nadine Quadflieg

Hichert Poster 4 Nicole Marx

Hichert Poster 5 Sabina Maugeri

Hichert Poster 6 Antonina  von Nostitz-Wallwitz

Hichert Poster 7 Oliver Koch

Hichert Poster 8 Ella Pruzhanskaya

Hichert Poster 9 Christian Gerards

Hichert Poster 10 Jens Kessler

Herzlichen Glückwunsch an alle Glücklichen! Und an alle, bei denen es nicht geklappt hat: Dies war mit Sicherheit nicht unser letztes Gewinnspiel.

 

eMobile: Cornelsens “Lernsnacks” für iPhone/iPad

Im heutigen eMobile-Special geht es um mobile Lernsoftware vom Verlagshaus Cornelsen. Das prägnante Logo sollte jedem ehemaligen Schüler noch ein Begriff sein, zumindest hat es bei mir soeben einen kleinen Erinnerungsflash ausgelöst. Und ebendieser Verlag dringt nun mit “Lernsnacks” tiefer in das spannende Geschäftsfeld  Mobile Learning vor.

Die Lernsnacks von Cornelsen liefern Inhalte, die als mobile Anwendung unterwegs und in der Freizeit vermittelt werden. Die Schulbuch-Redaktionen von Cornelsen sorgen dabei für die Methodenvielfalt beim Lernen, was zu erhöhter Motivation und Aufmerksamkeit führt. Prozentrechnung und Zinsrechnung sind die ersten beiden Anwendungen. Die Kosten sind eigentlich auch noch recht schülerfreundliche gestaltet: die Basis-App kostet nur 0,79 Euro. Weitere Lernsnacks können für € 2,99 aus der App heraus im Snackstore(!) gekauft werden.

In jedem Lernsnack warten etwa 200 bis 300 alltagsnahe Aufgaben und Übungskomplexe. Mit der Cornelsen-App Prozentrechnung können bspw. Prozentwerte und Prozentsätze berechnet, die Darstellung in Kreis-, Streifen- und Blockdiagrammen geübt oder Sachaufgaben zu Gewinn, Verlust, Skonto und Rabatten gelöst werden.

Fazit: Der Ansatz ist schon mal gut. Günstiger Einstieg, regelmäßiger Nachschub und didaktische Aufbereitung. Wieviele Schüler heutzutage allerdings schon über ein iPad verfügen, kann ich nicht einschätzen.

Für weitere Informationen, Videos und Links einfach auf den Banner klicken!


Fotos: Cornelsen & myboard

eRetro: ThinkGeeks “iCade” für iPad kommt

Auf der diesjährigen CES wurde übrigens noch etwas wirklich cooles vorgestellt: das iCade. ThinkGeek und Ion haben tatsächlich aus einem nerdy Internet-Treppenwitz ein marktreifes Produkt mit Potenzial gemacht.

Es handelt sich hierbei um nicht weniger als eine hübsche Halterung im Retro-Look, mit deren Hilfe man das Gefühl von alten Spielekonsolen und dem iPad kombinieren kann. Wie das genau funtkioniert? Das iCade wird via Bluetooth mit dem iPad verbunden, so dass man das Tablet sowohl quer als auch im Hochformat einlegen und mit mehreren Knöpfen und einem Joystick bedienen kann. Natürlich hat man sich auch schon mit Atari beraten und wird im Zuge der iCade-Einführung mit einigen Klassikern um die Ecke kommen.

Im Frühjahr soll das Gerät dann für 99$ auf den Markt kommen. Wer von euch iPad-Besitzern aus der Marty McFly-Generation wird diesen Schritt (in die Vergangenheit) wagen?

Foto: mobiflip