Gestern war es endlich soweit. Mein erstes Team Event (wahlweise auch Firmenessen genannt) fand in einer denkbar außergewöhnlichen Location statt. Christian, unser Experte für Recruiting & Employer Branding, hatte für diesen Anlass das Leipziger Dunkelrestaurant Mondschein ausgesucht. 
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem BIC-Weihnachtsbaum, ging es dann auch schon mit mehreren Autos in Richtung Restaurant. Martin bildete hier mit seinem Fahrrad die Ausnahme – ein lümmelhaftes Rebellentum, welches sich an diesem Abend noch fortsetzen sollte…
Zur Einstimmung gab es dann erstmal Sekt und eine sehr ausführliche Einführung in Ablauf und Verhaltenskodex des Dunkelrestaurants durch eine äußerst charmante Kellnerin. Wir hörten zwar kaum zu aber dafür unterbrachen wir sie ständig mit humorigen Zwischenfragen.
Da wir das Restaurant praktisch für uns alleine hatten, konnten wir uns das natürlich erlauben. Spannend wurde es dann noch mal bei der individuellen Menüauswahl. Es gab Fleisch, Fisch, Vegetarisches und die Überraschung – alles in kryptischen Beschreibungen verpackt. Danach wurde uns Henry, unser persönlicher Kellner & Sicherheitsbeauftragter, vorgestellt. Henry ist, das muss man an dieser Stelle dazu sagen, stark sehbehindert und bewegte sich dennoch selbst im “normalen” Bereich souveräner als so mancher von uns (nach 1,2,3 Bier wohlgemerkt).

Er war es dann auch, der uns in den abgedunkelten Bereich des Restaurants führte. Dieses Procedere sah nicht nur sehr lustig aus, sondern war auch mehr als ungewöhnlich: Man stelle sich bitte zwölf Erwachsene vor, die im Gänsemarsch und nervös kichernd in ein schwarzes Loch trampeln. Im absolut dunklen Nichts angekommen, wurden alle zu ihren Plätzen geführt. Es war ein wirklich surreales Erlebnis, so viel kann ich schon mal sagen. Das Bier schmeckte plötzlich ganz anders, viel intensiver. Und obwohl (bzw. weil) wir die einzigen Gäste in dem Raum waren, machten wir einen ohrenbetäubenden Lärm. So kam es uns jedenfalls vor. Denn da wir nur noch auf unser Gehör vertrauen konnten, nahmen wir natürlich alles viel lauter wahr. Henry ermahnte uns (bzw. Martin) dennoch des Öfteren, denn auch er kann ja nur auf sein Gehör bauen…
Die Menüs waren allesamt sehr lecker. Jedes Teammitglied entwickelte hierbei seine ganz eigene Strategie. Ronny aß bspw. alles mit den Fingern. Der Reiz war natürlich das Unwissen über die genaue Zusammensetzung des jeweiligen Gerichts. Ronny identifizierte bspw. Ingwer in absolut Ingwer-freien Gerichten. So tasteten und schmeckten wir uns durch vier Gänge und machten zwischendurch weiterhin einen Höllenlärm. Aber auch an einer Schweigeminute haben wir uns versucht, diese scheiterte jedoch an der Zwischenfrage Svetos, warum denn plötzlich alle vertummt seien.
Weitere Stimmungsaufheller waren meine Darth Vader-Imitation mit dem Bierglas sowie diverse Körpergeräusche und natürlich Henrys resoluter Führungsstil. Der Abend endete dann in der Lounge. Beim Verabschieden stellte Martin übrigens fest, dass jemand die Luft aus seinem Vorderreifen gelassen hatte. Wir können es Henry natürlich nicht beweisen, aber die Indizien sprechen für sich..
Fazit: Absolut empfehlenswert, liebe Leser!