Auch kurze Unterbrechungen stören die Konzentration

Schon eine kurze Ablenkung kann uns aus dem Konzept bringen. Foto: Alexander Franke/jugendfotos.de

Schon eine kurze Ablenkung kann uns aus dem Konzept bringen. Foto: Alexander Franke/jugendfotos.de

Schon das Aufpoppen einer E-Mail in der Ecke des Bildschirms oder ein vibrierendes Handy können uns ganz schön ablenken. Das ist nicht nur ein Gefühl, sondern bestätigt auch eine Studie von der Michigan State University in den USA. Dabei wurden 300 Teilnehmer gebeten, aufeinanderfolgende Aufgaben zu verrichten – und wurden immer wieder dabei unterbrochen. Das Ergebnis: Störungen von nur drei Sekunden verdoppeln die Fehlerquote.

Es reicht also aus, wenn der Kollege kurz den Kopf durch die Tür schiebt und etwas fragt oder wenn das E-Mail-Programm keine Ruhe geben möchte. Die Konsequenzen können erschreckend sein, je nachdem, welche Aufgabe gerade bearbeitet wird. „Das kann bedeuten, dass unsere Gesundheit und Sicherheit in Gefahr ist, wenn die Leute, die dafür verantwortlich sind, gestört wurden“, sagt Erik Altmann, Leiter der Studie.

Er nennt auch den Grund, warum die Fehlerrate in die Höhe stieg: „Wenn die Teilnehmer unterbrochen wurden, mussten sie ihre Aufmerksamkeit von einer Aufgabe auf die andere umlenken. Selbst kurze Momente reichen da aus, um Prozesse, die Konzentration erfordern, zu unterbrechen.“

Ein Plan bringt Ruhe ins Gehirn

Doch was bedeutet das nun für die Konzentration im Büro? Gerade Großraumbüros sind ein Ort ständiger Hintergrundgeräusche. Altmann rät das Handy auszuschalten, wenn ein Projekt in die kritische Phase geht. Auf Zeit.de finden sich zudem noch andere Tipps, um seine Ruhe im Büro zu haben. Häufig können Trennwänden für etwas Privatsphäre und Stille sorgen. Auch ein kleiner Umbau, beispielsweise indem lärmende Geräte wie Kopierer und Faxgeräte an einen anderen Ort gestellt werden, kann einen positiven Einfluss auf die Konzentration haben.

Dass unser Gehirn gedanklich immer hin und her springt, ist auch der Grund, warum es sinnvoll ist, sich einen Plan zu machen, bevor man an die Arbeit geht. Listet man alles auf, schafft man sich eine Struktur und kann im Zweifelsfall schnell nachschauen, was noch gemacht werden muss. Hat man keinen Plan, springt das Gehirn immer zwischen den einzelnen Aufgaben hin und her und kann sich nur schwer konzentriere.

Übrigens: Wenn ihr lernen wollt, wie ihr eure Zeit richtig einteilt und den Arbeitsalltag optimiert, empfehlen wir euch den Kurs Professionelles Zeitmanagement von Zach Davis. Der sympathische Amerikaner erklärt, wie ihr die typischen Zeitfresser erkennt und Grundsätze für die Abarbeitung von Aufgaben schafft.

Arbeiten im Café: Das Starbucks-Büro

Café statt Büro? Einige Arbeitnehmer kommen auch ohne festen Arbeitsplatz aus. Foto: Laura Kirsche/jugendfotos.de

Café statt Büro? Einige Arbeitnehmer kommen auch ohne festen Arbeitsplatz aus. Foto: Laura Kirsche/jugendfotos.de

Wer viel von zu Hause aus arbeitet, ob im Job oder Privat , kennt das vielleicht. Irgendwann fällt einem die Decke auf den Kopf und man benötigt Abwechslung. Ein gut geeigneter Ort dafür ist die Bibliothek, doch wer mit anderen Leuten über die Arbeit diskutieren muss, hat auch dort schlechte Karten. Deswegen sieht man immer häufiger Leute, die mit ihren Laptops in Cafés sitzen und dort in die Tasten hauen.

Die Gründe dafür können ganz verschieden sein. Ein wohl wichtiger Faktor ist die veränderte Umgebung. In Cafés passiert immer etwas. Leute gehen, neue Leute kommen, dazu etwas Café-Haus-Jazz. Das schafft eine wohlige Atmosphäre und kann die eigene Kreativität beflügeln. Und obwohl viele andere Leute um einen herum sind, ist die Gefahr, von Kommilitonen oder Kollegen abgelenkt zu werden, sehr gering – anders als in der Bibliothek oder dem Büro. Und wenn die Hintergrundgeräusche nerven, kann man ohne schlechtes Gewissen Kopfhörer aufsetzen und seine eigene Musik hören. Wer aber eine Ablenkung braucht, hat immer genug Leute um sich herum, um tatsächlich Pause zu machen. Und guten Kaffee gibt es obendrein.

Sei großzügig mit dem Trinkgeld

Dass häufig Freelancer aus der Kreativbranche in Cafés sitzen und arbeiten, ist nicht neu. Interessant wird es allerdings, wenn ganze Firmen ihr Büro einsparen und stattdessen ins Caféhaus ziehen, so beispielsweise das New Yorker Onlinemagazin Brokelyn, von dem die Financial Times Deutschland berichtet. Die Chefredakteurin Faye Penn erklärt aber, dass die Café-Idee eigentlich aus der Not heraus geboren wurde: „Wir sind ein Startup-Unternehmen, unsere Einkünfte sind minimal. Es wäre für uns einfach nicht sinnvoll, ein Büro zu haben.“

Einen Begriff für diese Art von Büro gibt es auch schon: Coffice, eine Mischung aus Coffee und Office. Bei besonders beliebten Coffices wird es dadurch umso schwieriger, einfach nur einen Kaffee zu trinken. Häufig seien die Tische durch Geschäftsleute belegt, die das Café zu ihrem Büro gemacht hätten. Darauf müsse man achten, schreibt Om Malik, Gründer von GigaOm, in seinem Firmenblog. Auch er hat seine Firma in einem Café gestartet und war immer darauf bedacht, andere Gäste nicht zu stören und sich gut mit den Baristas zu stellen. Zudem hat er weitere Tipps für alle, die lieber im Café arbeiten als im Büro.

  • Almost always favor a single location. It makes it easier for your contacts to drop in for meetings.

  • Learn the names of most of the baristas and also take time to have a conversation with them. It helps build a human connection.

  • Make the baristas involved in your venture – share your news and make them feel part of your struggle.
  • Make sure you buy coffee or something at least three times a day.

  • Tip generously – up to $10 a day will ensure that folks at the store don’t view you as a freeloader and a pest.

Doch nicht alles Cafés sind glücklich mit ihrer arbeitenden Kundschaft. Ein Nutzer auf zatznotfunny.com berichtet in den Kommentaren, dass sein Lieblingscafé um die Ecke den Internetzugang beschränkt hat, weil zu viele Leute dort gearbeitet hätten.

Lecturio intern: Eine Feier für das neue Büro

Unser Einzug in die neuen Büroräume liegt zwar nunschon eine Weile zurück, aber natürlich lassen wir uns keine Gelegenheit zum Feiern entgehen. Deswegen waren wir vergangenen Donnerstag alle etwas länger im Büro als üblich – aber nicht um zu arbeiten, sondern um auf das neue Büro im Herzen Leipzigs anzustoßen. Eingeladen waren nicht nur alle Mitarbeitern, sondern auch Partner, Freunde und Investoren.

Als unser Geschäftsführer Martin die Feier mit einem kleinen Vortrag einleitete, war unser Aufenthaltsraum so voll wie nie zuvor. Dieser hat uns bestätigt, was wir schon längst wussten. Lecturio hat sich in der letzten Zeit prächtig entwickelt und auch in der Zukunft gibt es noch einiges zu tun für uns. Mit diesen warmen Worten im Hinterkopf begann der gemütliche Teil des Abends mit den drei großen B’s: Bier, Bowle und Buffet.

Bis in die tiefen Abendstunden wurde im gesamten Büro geplaudert und gequatscht. Ein magischer Anziehungspunkt war, wie so oft, unser Kicker, an dem viele heiße Duelle stattfanden. Doch keine Sorge: Trotz emotionsgeladener Partien lief alles wie immer ganz kollegial ab. Einige Eindrücke, wie bei Lecturio gefeiert wird, bekommt ihr hier:

Richtiges Sitzen: Immer in Bewegung bleiben

Öfter mal rumlümmeln hilft dem Rücken. Foto: Stefan Franke/jugendfotos.de

Öfter mal rumlümmeln hilft dem Rücken. Foto: Stefan Franke/jugendfotos.de

Fast ein Viertel aller Deutschen verbringt fünf oder mehr Stunden vor dem Computer. In den meisten Fällen heißt das auch: Fünf Stunden sitzen. Wer da die falsche Haltung einnimmt, bekommt es ganz schnell mit Rückenproblemen zu tun, wenn er nicht aufpasst. Nun wurde lange Zeit ermahnt, man solle bloß gerade am Schreibtisch sitzen, das sei am schonendsten für den Rücken. Stimmt nicht, sagen wiederum andere Forscher. Sie fordern: mehr Rumlümmeln.

Demnach sei es am besten, sich bei der Arbeit am Schreibtisch in seinen Bürostuhl zurückzulehnen. 135 ist in diesem Fall die magische Zahl, die Rückenleiden vorbeugen soll. Denn 135 ist die Gradzahl des Winkels zwischen Ober- und Unterkörper. Also: Anstatt Brust raus und Kopf hoch öfter mal zurücklehnen. Rückenschmerzen sind damit aber noch längst nicht aus der Welt geschafft. Da die Natur beim Körperbau nie vorgesehen hatte, dass wir viel sitzen, ist diese Haltung per se unnatürlich. Deswegen kommt man nicht drumherum, sich öfter zu bewegen.

Entspannt zurücklehnen anstatt steif und gerade

Denn egal ob gerade oder im 135-Grad-Winkel, wer stundenlang in der selben Haltung sitzt, der belastet seine Muskeln. Mit der Zeit verkrampfen und verhärten sie. Wer sich während der Arbeit am Schreibtisch aber immer mal wieder auf dem Stuhl hin und her bewegt, der hilft seiner Muskulatur und sorgt dafür, dass auch die Wirbelsäule in Bewegung bleibt. Zappeln anstatt still sitzen.

Gerade als Student sitzt man aber nicht immer auf Stühlen, die zum Zurücklehnen einladen. Da gibt es den Stuhl in der Bibliothek, den man seit mehreren Stunden nicht mehr verlassen hat, weil die Hausarbeit dringend fertig werden muss. Oder aber den Kippsitz im Audimax, bei dem man nicht nur maximal im 90-Grad-Winkel sitzen kann, sondern auch Probleme mit der Beinfreiheit bekommt, sobald die Körpergröße die 1,80 Meter überschreitet. Da hilft nur selber aktiv werden.

Zeit für etwas Bürogymnastik

Kleine Pausen während der Arbeit können nicht nur für den Geist Wunder bewirken. Wer sie sinnvoll nutzt, kann auch seinem Rücken etwas Gutes tun. Wir zeigen euch ein paar Übungen.

Drehe den Rücken

Setzt euch gerade hin und hebt eure Arme in die Luft. Dann dreht ihr euch langsam nach links und rechts, das Becken bleibt jedoch ruhig. Bei mehrmaligem Wiederholen, lockert sich die Muskulatur im Rücken.

Kreise die Schultern

Bei dieser Übung lasst ihr die Schultern kreisen und streckt damit euren Hals. Dafür müsst ihr eure Schultern nach vorne nehme, anheben und anschließend wieder nach hinten nehmen. Während ihre diese Bewegungen durchführt, atmet ihr ein. Wenn ihr eure Schultern anschließend fallen lasst, atmet ihr aus.

Hilf dem Lendenwirbel

Setzt euch gerade auf einen Stuhl und verschränkt die Hände hinter dem Rücken. Anschließend versucht ihr durch Anspannung der Bauch- und Gesäßmuskeln die Hände gegen die Stuhllehne zu drücken. Dabei atmet ihr aus. Danach entspannt ihr eure Muskeln und kehrt langsam in die Ausgangsposition zurück, dabei einatmen.

Den Kopf hänge lassen

Dreht euren Kopf zur linken Seite und nehmt dabei euer Kinn etwas hoch. Dabei atmet ihr ein. Dann dreht ihr euren Kopf wieder nach vorne, neigt ihn nach unten und atmet aus. Dann dreht ihr den Kopf nach rechts, hebt das Kinn an und atmet ein. Auch diese Übung solltet ihr mehrmals wiederholen.

Kuchen, Korken und Konfetti: Lecturio wird vier!

Lecturio feiert Geburtstag!

Gruppenfotos, eine Wissenschaft für sich.

Im Büro wird heute gefeiert. Der Grund? Lecturio hat Geburtstag! Seit vier Jahren gibt es uns und was mit der Idee zweier Studenten angefangen hat, die sich über die Unwiederholbarkeit ihrer eigenen Vorlesungen geärgert haben, hat sich prächtig entwickelt, wie wir finden. Mittlerweile haben wir über 4000 Vorträge und unser Team sorgt täglich dafür, dass es noch mehr werden. Dabei hat jeder schon seinen eigenen Lecturio-Moment gehabt. Lest selbst, was unser Team in vier Jahren alles erlebt hat, und was es Lecturio für die Zukunft wünscht.

Erst drei Wochen – noch nicht 4 Jahre, aber ich fühle mich hier bereits zu Hause! Ich freue mich schon auf die nächsten Lecturio-Geburtstage und viele spannende Aufgaben sowie neue Themen! (Kristin, Performance Marketing)

Happy Birthday Lecturio! Was man mit nur vier Jahren schon für Wissen haben kann ;) (Jendrik, Marketing)

Als ich im Winter bei Lecturio anfing, kam ich immer in einen Betonbunker mit einem 50m langen Flur mit 10 verschlossenen Türen – sehr unpersönlich, sehr kalt. Durch unseren Umzug komme ich nun jeden Tag in unser helles Büro und werde mit offenen Türen, Leuten am Kicker und Feierabendbierchen auf der Couch belohnt.

In weiteren vier Jahren wird Lecturio eine Plattform sein, die für jeden Menschen spannende Themen bereitstellt. Wir werden mit Vollgas daran arbeiten, die besten Dozenten aus allen spannenden Bereichen des Lebens zu bekommen. Schon nächstes Jahr werden wir das bisher dröge Lernen zum Spaßfaktor machen – das war es, was ich als Student immer wollte: Spaß am Lernen haben, nicht nur davor und danach. (Pascal, COO von Lecturio)

Ich schätze die Lecturio-Werte sehr: Zuverlässigkeit, Fokus, Simplify, Freude, Lösungsorientiertheit! Arbeiten bei Lecturio macht einfach Spaß! Alles Gute zum Geburtstag Lecturio :) (Jana, Onlinemarketing)

Ich sehe bei Lecturio jeden Tag aufs Neue, dass wir alle mit Ehrgeiz und Leidenschaft bei der Sache sind und immer 100 Prozent geben. Viel wichtiger ist aber: Man arbeitet nicht mir Kollegen zusammen, sondern mit Freunden. Ich bin mir sicher, dass das auch weiterhin so sein wird. (Uwe, Head of Product)

Es ist jeden Tag aufs Neue schön zu sehen, wie Lecturio wächst und gedeiht. Besonders stolz macht es mich, dass wir uns in dem neuen und schwierigen Segment der Online-Bildung so erfolgreich etablieren konnten. Das war und ist nur mit einem top Team, viel Ausdauer und Glauben an unsere Vision von der Zukunft des Lernens möglich. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass sich Lernende aller Fachrichtungen in ein paar Jahren fragen werden, wie sie je ohne intelligente Lernsysteme wie Lecturio effizient lernen konnten! (Martin, CEO von Lecturio)

Der Geburtstagskuchen von Lecturio

Lecturio wird 4!

Lecturio Fight Club: Ist Einklagen in Ordnung?

Bei manchen Dingen im Unileben ist man einfach uneins. Das gilt auch für Ulrike und Stefan von Lecturio. Doch anstatt ihre Streitigkeiten in einem Bürokrieg ausarten zu lassen, tragen sie das lieber ab jetzt regelmäßig hier im Blog aus. Heute: Ist Einklagen okay oder nicht?

Pro

„Abi, Studium, Beruf. So sieht häufig der Fahrplan für eine erfolgreiche Karriere aus. Doch oft genug gerät dieser Plan ins Stocken. Probleme im Studium haben, ist die eine Sache, erst gar keinen Studienplatz bekommen, die andere. Wenn man nicht den gewünschten Studienplatz erhält, muss der Ablehnungsbescheid aber noch lange nicht das Ende sein.

Sich einklagen ist eine Möglichkeit, seinen Plan weiterhin zu verfolgen. Und ein legitimer obendrein, wie ich finde. Viele Bewerber scheitern am Numerus Clausus (NC). Der Abiturdurchschnitt sagt wenig über die Eignung für das gewünschte Studienfach aus. Oft genug habe ich Leute erlebt, die in der Schule nur mittelmäßig waren, aber während des Studiums so eine Leidenschaft für ihr Fachgebiet entwickelt haben, dass man hätte meinen können, sie hätten nie etwas anderes gemacht. Da wäre es unfair, Leute mit einem schlechten Abitur direkt auszuschließen. Spätzündern wird dadurch eine wichtige Chance genommen.

Hinzu kommt, dass Studienplatzklagen ein weiteres großes Problem in der Vergabe der Plätze aufzeigen: Die Unis schöpfen ihre Kapazitäten nicht aus, sei es aus Probleme in der Verwaltung oder mit den Wartelisten. Man hört schließlich nicht umsonst jeden Semesterbeginn in den Medien, dass tausende Studienplätze unbesetzt geblieben sind. Eigentlich könnten sie viel mehr Studenten aufnehmen, als sie es letztendlich machen. Wer dagegen klagt, macht nur von seinem gutem Recht auf einen Studienplatz Gebrauch.“

Contra

„Ich finde Studienplatzklagen falsch. Jeder hat in Deutschland die gleiche Chance auf einen Studienplatz, weil für jeden die gleichen Ausgangsbedingungen gelten. Wer schon in der Schule gezeigt hat, dass er was im Köpfchen hat und leistungsbereit ist, der hat es auch verdient, einen guten Studienplatz zu bekommen. Wer sich irgendwo einklagt, hält sich nicht an diese Spielregeln.

Die Begründung, die Unis würden die Studiengänge nicht komplett besetzen und daher wäre Einklagen okay, ist ein Witz in meinen Augen. Es drängen immer mehr Abiturienten an die Unis, Hörsäle und Seminare sind hoffnungslos überfüllt. Wie kann man denn da auf die Idee kommen, es wären noch Plätze frei?

Ich bin der Meinung: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Und wessen Abiturschnitt für den Wunschstudienplatz nicht hoch genug ist, der findet auch eine andere Möglichkeit. Schließlich gibt es die meisten Studiengänge mehr als nur ein Mal in Deutschland. Und einen Studienplatz über den Rechtsstreit zu erkämpfen, ist all denen gegenüber unfair, die schon so Probleme haben, ihr Studium zu finanzieren. Schließlich kann das Einklagen auch ohne Probleme weit über 1000 Euro kosten. Das kann sich nicht jeder leisten.

Wer sich einklagt, der mag sich vielleicht über seinen juristischen Erfolg freuen, insgesamt trägt er aber zur Verschlechterung der Studienbedingungen bei und verzerrt den Wettbewerb. Und darunter leiden letztendlich alle.“

Was denkt ihr? Ist es in Ordnung, sich in seinen Studiengang einzuklagen? Sagt uns in den Kommentaren oder auf Facebook was ihr denkt und entscheidet, wer von den beiden diese Runde im Lecturio Fight Club für sich entschieden hat.

Lecturio Fight Club: Referate lieber in der Gruppe oder alleine?

Bei manchen Dingen im Unileben ist man einfach uneins. Das gilt auch für Ulrike und Stefan von Lecturio. Doch anstatt ihre Streitigkeiten in einem Bürokrieg ausarten zu lassen, tragen sie das lieber ab jetzt regelmäßig hier im Blog aus. Heute: Gruppenreferate gegen Einzelvorträge?

Pro

„Geteiltes Leid ist halbes Leid: Diese Motto passt eigentlich ganz gut für Gruppenreferate und daher mag ich sie auch sehr gerne. Egal wie schwierig das Thema erscheint – ich kann mir sicher sein, dass es in der Gruppe trotzdem gelingt. Hier treffen mehrere kluge Köpfe aufeinander und jeder kann seine Stärken einbringen.

Von einem guten Referat profitieren auch die Zuhörer. Das Publikum merkt es, wenn ein Thema gut ausgearbeitet ist. Und das geht nur in der Gruppe gut. Schließlich kann man sich so die Arbeit besser aufteilen und somit zum Spezialisten in seinem Teilthema werden. Wer sich alleine einem Thema widmet, kann nur an der Oberfläche kratzen – oder muss sehr viel Zeit opfern.

Zudem finde ich es angenehmer, mich mit meinen Kommilitonen zu treffe und in kleiner Runde über das Referat zu sprechen, anstatt alleine für mich zu arbeiten. Natürlich schweift man hin und wieder vom Thema ab, unterm Strich ist es jedoch eine entspannte Arbeitsweise. Außerdem kann man durch zusammengewürfelte Referatsgruppen Kommilitonen besser kennenlernen und seinen Freundeskreis erweitern.“

Contra

„Referate halten ich lieber alleine. Bei Gruppenreferaten fängt das Drama schon bei der Abstimmung an: Wer bearbeitet welchen Teilaspekt? Wie wollen wir es vorstellen? Wann können wir uns treffen? Diese Fragen stellen sich bei einem Einzelreferat nicht. Und die gesparte Zeit lässt sich besser in die Arbeit für den Vortrag investieren.

Dadurch weiß man auch, mit welchen Ergebnissen man im Endeffekt rechnen kann. Denn eine Gruppenarbeit mit Kommilitonen die man kaum kennt ist oftmals auch ein Schritt ins Ungewisse. Nichts ist ärgerlicher bei einem gemeinsamen Projekt, als sich auf ein anderes Gruppenmitglied zu verlassen und schlussendlich enttäuscht zu werden, weil die Ergebnisse schlecht sind oder erst gar nicht abgeliefert werden.

Der große Frust kommt dann oft auch nach der eigentlichen Präsentation, bei der Notenvergabe. Häufig vergeben Dozenten eine Zensur für das Referat und nicht für die einzelnen Referenten. Da bekommt man schnell das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. Freundschaften zwischen Kommilitonen laufen Gefahr, daran zu zerbrechen. Deshalb setze ich mich lieber alleine ans Referat und treffe mich nach getaner Arbeit mit meinen Kommilitonen – ganz entspannt und ohne Noten.“

Was denkt ihr? Haltet ihr eure Referate lieber in der Gruppe oder alleine? Sagt uns in den Kommentaren oder auf Facebook was ihr denkt und entscheidet, wer von den beiden diese Runde im Lecturio Fight Club für sich entschieden hat.

Lecturio Fight Club: Wie sinnvoll ist ein Auslandssemester?

Bei manchen Dingen im Unileben ist man einfach uneins. Das gilt auch für Ulrike und Stefan von Lecturio. Doch anstatt ihre Streitigkeiten in einem Bürokrieg ausarten zu lassen, tragen sie das lieber ab jetzt regelmäßig hier im Blog aus. Heute: Wie sinnvoll ist ein Auslandssemester?

Pro

„In Indien habe ich das Leben aus einer anderen Sichtweise kennen gelernt: Deutscher Ordnungswahn trifft auf indisches „Wird schon schief gehen“. Aber das gehört auch dazu. Bei einem Auslandssemester geht es nicht um akademische Erfolge, es geht vor allem ums richtige Leben. Denn nicht in der Uni lernt man die Dinge, die man braucht, sondern im alltäglichen Leben. Gerade im Studentenalter kann man noch wichtige Impulse für die persönliche Entwicklung bekommen.

Nicht umsonst heißt ein japanisches Sprichwort: „Schicke das Kind, das Du liebst, auf Reisen.“ Denn hier kann es viel lernen. Ich selbst hatte mir nur schwer vorstellen können, irgendwann vor dem Taj Mahal zu stehen oder mit der Rikscha durch Mumbai zu düsen – bis es soweit war. Das sind Geschichten, die ich noch meinen Enkeln erzählen werde. Hinzu kommen die neuen Freunde. Es ist verblüffend: Obwohl Menschen am anderen Ende der Welt leben, haben sie die gleichen Interessen wie jemand aus Deutschland.

Andere Sprache, fremde Kultur, Freunde und Familie die fehlen. Natürlich gab es auch Momente, in denen ich gerne nach Hause gewollt hätte. Aber auch das gehört dazu! Seine eigenen Grenzen austesten, die Zähne zusammenbeißen und auch mal scheitern – und letztendlich doch mit dem guten Gefühl heimzukehren, etwas Wichtiges gelernt zu haben.“

 Contra

„Ich war nicht im Ausland. Nicht weil ich nicht konnte, sondern weil ich nicht wollte. Ich sehe einfach keinen Sinn darin. Natürlich kann man jetzt sagen ,Ein Auslandssemester macht sich gut im Lebenslauf und hilft später bei der Jobsuche‘. Aber wo ist das Alleinstellungsmerkmal, wenn plötzliche alle ein Semester irgendwo anders studieren?

Dass man im Auslandsstudium wichtige Qualifikation erwirbt, kann ich mir schwer vorstellen. Die Geschichten von Freunden und Bekannten drehen sich zu 85 Prozent um irgendwelche wilden Partys oder darum, wie schön der Strand war. Und das wissen nicht nur Studenten, sondern auch Personaler.

Zudem ist so ein Auslandssemester eine teure Sache. Natürlich gibt es innerhalb Europas die Erasmus-Förderung, aber der Betrag ist auch nur ein kleines Zubrot und reicht bei weitem nicht, um die Kosten zu decken. Und Auslands-Bafög gibt es auch nicht für jeden.

Da finde ich es besser, sich auf sein Studium in Deutschland zu konzentrieren. Hier kann man auch sicher sein, dass alle Kurse anerkannt werden und man nicht noch ein Semester dranhängen muss. Und wenn die Zeit doch nicht so wichtig ist, finde ich es sinnvoller, lieber ein Praxissemester zu machen. Da lernt man wirklich etwas, was man auch später gebrauchen kann. Feiern kann man schließlich auch in Deutschland!“

Was denkt ihr? Ist ein Auslandssemester sinnvoll oder verschwendete Zeit? Sagt uns in den Kommentaren oder auf Facebook was ihr denkt und entscheidet, wer von den beiden diese Runde im Lecturio Fight Club für sich entschieden hat.

Lecturio Fight Club: Mit oder ohne Powerpoint präsentieren?

Bei manchen Dingen im Unileben ist man einfach uneins. Das gilt auch für Ulrike und Stefan von Lecturio. Doch anstatt ihre Streitigkeiten in einem Bürokrieg ausarten zu lassen, tragen sie das lieber ab jetzt regelmäßig hier im Blog aus. Heute: Präsentieren mit oder ohne Powerpoint?

Pro

In meiner mehrjährigen Karriere als Student habe ich eines festgestellt: Ohne Powerpoint geht heute fast nichts mehr. In beinahe jedem Seminar, in dem Referate gehalten werden, werden die digitalen Folien an die Wand geworfen, um den Vortrag zu unterstützen. Selbst die Dozenten machen es so. Hilfsmittel für Präsentationen gehören einfach dazu.

Für den Referenten dienen sie als Leitfaden und anschauliche Visualisierung von dem, was gesagt wird. Und für die Zuhörer liegen die Vorteile auch auf der Hand. Eine Präsentation kann man ganz einfach per Mail rumschicken – auch schon im Voraus. So kann sie sich jeder auf seinen Laptop laden und gleichzeitig Notizen machen. Außerdem ist sie ein prima Bezugspunkt in der anschließenden Diskussion. „Auf Folie sechs stand, dass …“ bietet eine bessere Orientierung als „Vor ungefähr zwanzig Minuten hast du gesagt, dass…“.

Wer jetzt mit Powerpoint-Karaoke kommt, der verkennt die Möglichkeiten. Das fängt schon mit einfachen Folien für den Tageslichtschreiber an. Hier kann man super Schaubilder zeichnen; wer Bilder oder Tabellen für seine Präsentation braucht packt sie einfach mit in seine Präsentation. Das ist übersichtlich und spart Zeit und Kopiergeld.

Und neben dem fast schon alltäglichen Powerpoint gibt es noch viel mehr nützliche Helfer, beispielsweise Prezi. Hier wird der Vortrag nicht durch Folien beschränkt, nur die eigene Kreativität ist die Grenze. Das macht Eindruck bei den Zuhörern und sorgt dafür, dass auch was hängen bleibt.

Letztendlich ist es doch so: Vorträge ohne Hilfsmittel halten, mag eine Kunst sein. Aber gefühlte 98 Prozent der Leute die das tun, beherrschen diese Kunst nicht. Und am Ende leidet immer der Zuhörer.

Contra

Auch ich habe im Studium etwas gelernt: Viele Präsentationen, die durchaus Potenzial hatten, sind gescheitert, weil sich die Referenten hinter ihren Powerpoint-Folien versteckt haben. Nichts ist schlimmer für den Zuhörer, als Folien zu sehen, auf denen genau das gleiche steht, was der Referent erzählt. Wobei: Meist ist es genau andersrum. Mit Hilfe der digitalen Stichpunkte hangelt sich der Vortragende von Folie zu Folie und klebt geradezu an deren Formulierungen.

Ich verstehe ja, warum viele Leute lieber die Folien im Rücken haben, als eine weiße Wand. Doch das lässt sich mit zwei simplen Dingen ändern: Übung und etwas Mut.

„Übung macht den Meister“ hat Oma schon gesagt – und Recht hat sie. Natürlich wird der erste Vortrag nicht perfekt, aber gerade im Studium kann man super ausprobieren, wie man richtig präsentiert. Wer Angst vor einer schlechten Note hat, für den bieten die meisten Unis sogar eigene Präsentationskurse an, wo es Tipps von Profis gibt. Das ist der perfekte Inkubator, um seinen eigenen Präsentationsstil auszuprobieren.

Manchmal reicht es auch, wenn man eine Tafel und ein Stück kreide hat. So kann man auch etwas anschaulich darstellen, ohne gleich den digitalen Overkill zu haben.

Und wenn man erst mal ins kalte Wasser der freien Präsentation gesprungen ist, fällt das Schwimmen ganz leicht. Schließlich gibt es im späteren Leben immer mal wieder Situationen, in denen man präsentieren muss, aber keine Powerpoint-Folien dabei hat.

Schließlich wussten auch schon die alten Griechen, wie wichtig ein guter Präsentationstil ist. Nicht umsonst war Rhetorik bei ihnen eine wichtige Disziplin. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch ohne Powerpoint ausgekommen sind.

Wie präsentiert ihr am liebsten? Mit oder ohne Powerpoint? Macht mit bei unserer Facebook-Umfrage und entscheidet, wer von den beiden diese Runde im Lecturio Fight Club für sich entschieden hat.

Lecturio Fight Club: Bibliothek vs. Zuhause

Bei manchen Dingen im Unileben ist man einfach uneins. Das gilt auch für Ulrike und Stefan von Lecturio. Doch anstatt ihre Streitigkeiten in einem Bürokrieg ausarten zu lassen, tragen sie das lieber ab jetzt regelmäßig hier im Blog aus. Heute: Lernen in der Bibliothek oder zu Hause?

Pro

Wenn die Prüfungen immer näher rücken, dann bin ich eigentlich nur noch zu Hause, um zu schlafen. Der Grund ist einfach: Ich verbringe fast jede freie Minute in der Bibliothek, um für meine Klausuren zu lernen oder meine Hausarbeiten zu schreiben.

Bibliotheken sind Orte des Wissens und des Lernens. Und in so einer Umgebung fällt es mir leicht, mich durch die Bücher und meine Unterlagen zu wälzen. Hier gibt es weder Fernseher noch Kühlschrank, die mich ablenken könnten. Hier gibt es nur die Bücher und mich. Und das gute ist: Wenn ich die Bibliothek verlasse ist es so, als würde ich aus dem Büro in den Feierabend gehen. So kann ich abschalten und denke in meiner freien Zeit nicht ständig an die Klausur oder die Hausarbeit.

Pausen kann ich nutzen, um etwas zu essen oder einen Kaffee zu trinken. Dabei treffe ich Freunde und Kommilitonen mit denen ich Probleme und Unklarheiten diskutieren kann, die beim Lernen aufgekommen sind. So nutze ich selbst die Pausenzeit sinnvoll. Danach geht es wieder an den Arbeitsplatz zurück. Um mich herum sind auch nur Leute, die das Gleiche tun wie ich: lernen. Und das zu wissen, hilft besonders, wenn man versucht ist, mal eben bei Facebook vorbeizuschauen. Auch wenn es meinem Nachbarn wahrscheinlich egal ist, was ich mache, so habe ich innerlich doch das Gefühl, kontrolliert zu werden. Mir hilft das manchmal ungemein. Und der größte Vorteil liegt klar auf der Hand. Ich bin umgeben von Büchern. Wenn ich etwas nachgucken muss, habe ich alles immer vor Ort. Ein kleinen Gang zum Regal und ich weiß Bescheid.

 Contra

Wenn ich lerne, dann mache ich das in meinen eigenen vier Wänden. Hier fühle ich mich geborgen und habe die richtige Atmosphäre zum Lernen. Und was noch viel wichtiger ist: Hier habe ich alles, was ich brauche. Warum soll ich erst mit meinen ganzen Unterlagen morgens in die Bibliothek fahren und sie abends wieder mit zurück nehmen? Da setze ich mich doch lieber einfach an meinen Schreibtisch und lege direkt los.

Wenn der Hunger ruft, kann ich einfach eine Pause machen und in der Küche was kleines Kochen. Das ist eine willkommene Abwechslung und auch viel gesünder als das, was ich essen würde, wenn ich in der Bibliothek wäre. Da gäbe es nur irgendetwas aus der Mensa oder ungesunde Snacks. Zu Hause kann ich meine Pausen sinnvoll nutzen, indem ich einkaufen gehe und kochen.

Hier habe ich auch meine Ruhe und kann mich ganz aufs Lernen konzentrieren. Ich habe keine Tischnachbarn, die die ganze Zeit laut auf ihrem Laptop schreiben, sehr extrovertiert Kaugummi kauen oder sich im Flüsterton, aber trotzdem gut hörbar, unterhalten. Da ist jede Konzentration ganz schnell weg.

Außerdem ist die Arbeitsatmosphäre in einer Bibliothek meist gar nicht so gut, wie immer behauptet wird. Oft ist es zu dunkel und zu stickig – da denkt man, dass man in einem Bunker sitzt, aber nicht an einem Ort des Lernens. Da mache ich es mir lieber zu Hause gemütlich und verlagere bei gutem Wetter meinen Arbeitsplatz auf den Balkon. Dann ist das Lernen auch nur halb so schlimm.

Wo lernt ihr am liebsten? Zuhause oder in der Bibliothek? Macht mit bei unserer Facebook-Umfrage und entscheidet, wer von den beiden diese Runde im Lecturio Fight Club für sich entschieden hat.