eHandwerk: Sexy CO2-Emissions-Datenanimation

Jedes Mal wenn ich denke, es gibt keine relevanten Daten und Informationen mehr, die man zu cool animierten, sexy Grafikparadiesen verarbeiten könnte, ziehen die Jungs von Animation Is Beautiful wieder ein neues Ass aus dem Ärmel. Diesmal haben sie in Zusammenarbeit mit den Kollegen von Data Visualization eine Art interaktive Datenanimation zum Thema CO2-Emission fabriziert. Die Entwickler selber nennen es abwechselnd mal “Interactive App” und mal “Visual Landscape”.

Aber das ist eigentlich zweitrangig. Was wirklich zählt, ist die Tatsache, dass sie es (mal wieder) geschafft haben, Daten, die man trotz ihrer alarmierenden Bedeutung eher dröge und anstrengend findet, in eine hübsche, interaktive Animation zu verwandeln. Denn mal ganz ehrlich, das Thema CO2-Emission steht bei den meisten Menschen recht weit unten auf der “Prioritätenliste aller coolen Dinge, mit denen man sich so beschäftigen sollte”. Also irgendwo zwischen Riester-Rente und Michael Bolton.

Die Bedienung ist (trotz der Komplexität und Menge an Daten) kinderleicht. Man kann entweder auf ein beliebiges Icon klicken und sich den CO2-Wert anschauen, oder aber man gibt konkrete Werte in die Suchmaske ein bzw. selektiert die Datenvisualisierungen nach Kategorien. Selber ausprobieren könnt Ihr das HIER!

Grafiken: gereports & Information Is Beautiful

Lecturio: Dreharbeiten für neuen Imagefilm

Hollywood liegt ab jetzt in Plagwitz! Warum? Ganz einfach, gestern starteten die Dreharbeiten zum neuen Imagefilm von Lecturio und seitdem hoffen wir alle auf den Beginn einer späten Zweitkarriere im Filmgeschäft. Falls daraus (wider Erwarten) nichts werden sollte, arbeiten wir natürlich weiterhin fleißig daran, euch jederzeit mit hochwertigen Online Vorlesungen zu versorgen. Ist doch Ehrensache. Sobald der Imagefilm fertig ist, erfahrt Ihr es natürlich als Erstes. Hier schon mal ein paar Eindrück vom “Set”..

eLearning: Totara – Moodle für Unternehmen

Die Studenten (bzw. Absolventen) unter euch kennen sicherlich  die Online-Lernplattform Moodle. Ich selber wurde damit während meines Studiums mehrfach konfrontiert und muss ganz ehrlich zugeben, dass ich bis zum Ende nicht wirklich überzeugt oder sogar begeistert von Moodle war.

Das lag teilweise daran, dass die Dozenten und Professoren selber nicht so recht wussten wie es funktioniert und auch von der Notwendigkeit nicht wirklich überzeugt waren. So etwas überträgt sich natürlich auch auf die potentiellen User, die das ganze dann auch eher lustlos und halbherzig angehen. Da war mir die wesentlich simplere und intutitver gestaltete Lehrbox viel lieber. Dieses “System zum computergestützten Lehren und Lernen an Universitäten und in der Sekundarstufe II” versuchte gar nicht erst alles zu können, wie ich es Moodle einfach mal unterstelle, sondern war nur eine gute Ergänzung.

Wie auch immer, mittlerweile gibt es schon eine Weiterentwicklung von Moodle, die sich speziell an Unternehmen und dafür weniger an Hochschulen richtet. Diese “neue” Plattform heißt Totara und wird von drei Partnern, namentlich Catalyst IT, Kineo and Flexible Learning Network, betrieben.

Für Details zu den Funktionsweisen verweise ich euch jetzt weiter an Clive Shepherd. Der englische eLearning-Spezialist  hat auf seinem Blog einen recht positiven Testbericht zu Tutora verfasst. Resultat: Keine großen Änderungen zum Open Source-Vorgänger Moodle. Sobald es erste Erfahrungsberichte von Unternehmen gibt, teile ich euch diese natürlich mit.

Fotos: Totara, Moodle & Lehrbox

Facebook: Gebührenmodell wegen Kostenexplosion & erster Roman

Erst vor kurzem beschrieb ich in einem Artikel die finanzielle Lage von Mark Zuckerberg und seinem Netzwerk Facebook, welches ja mittlerweile mit 50 Mrd.$ bewertet wird. Nach einer kräftigen Finanzspritze schien den jungen Leuten das Kapital nur so um die Ohren zu fliegen. Dem ist auch immer noch so, keine Sorge, aber der rasante Anstieg der User-Zahlen bringt eben auch Nachteile mit sich.

In diesem Fall handelt es sich um eine regelrechte Explosion der Kosten für u.a. die Instandhaltung der Server, die Mieten und das Personal. Allein für Strom soll Facebook Schätzungen zufolge über eine Million Dollar bezahlen, pro Monat. Wirklich überraschen dürfte dieser Umstand eigentlich niemanden, denn immerhin tummeln sich Tag für Tag über 140 Millionen User weltweit  auf Facebook, täglich melden sich über 200.000 neue Nutzer an und der Durchschnitts-User betreibt auf Facebook ein Netzwerk mit durchschnittlich 100 Freunden. Das Facebook schon lange die größte Bilddatenbank der Welt ist, mit täglich 30 Millionen Fotos neuen, hochgeladenen Fotos, macht die Sache nicht einfacher.

Mitleid muss man mit den Beteibern natürlich trotzdem keines haben. Allerdings überlegen die jetzt natürlich, inwiefern sie die wachsenden Kosten eindämmen und gleichzeitig auf die User der kostenfreien Plattform abwälzen können. In einigen Blogs wird nun darüber spekuliert, dass Facebook demnächst ein Gebührenmodell, ähnlich dem der gebeutelten Business-Plattform Xing, einführen könnte. Allerdings würde dies dem Versprechen, Facebook würde für immer kostenlos bleiben, doch arg widersprechen.

Ich möchte an dieser Stelle noch mal anmerken, dass es sich hierbei um reine Spekulationen handelt. Zuckerberg hat immer betont, dass Facebook kostenlos ist und auch bleiben wird. Und ich glaube ihm das. Denn er sagt ja auch, dass Privatsphäre ( so wie wir sie kennen) überholt ist. Das mekt man dann an den Privatsphäre-Tricksereien. Ein Mann, ein Wort.

Eine etwas weniger monetäre (aber offensichtlich genauso unromantische) Annäherung an das Thema Facebook stellt der Roman “Statusmeldung” von Autor Fabian Burstein dar.  Die Literaturredakteurin der LVZ, Janina Fleischer, hat dazu eine ausführliche & interessante Rezension geschrieben. Natürlich ist die Promotion für dieses Liebesdrama im Facebook-Kontext total 2.0-mäßig. Sprich: der Protagonist Julian Kippendorf hat selbstverständlich ein eigenes Profil bei besagtem Netzwerk und ist auch bei Twitter untergebracht.

Fotos: uafirenze, amazon & nuecki

eAwards: European Innovative Games Award 2010

Ein Award, der leider gänzlich außerhalb meines Radars stattfand, ist der European Innovative Games Award 2010 (kurz EIGA). Er wurde am 15.10.2010 in Frankfurt am Main vergeben. Das dazugehörige Showcases Event fand am darauffolgenden Tag statt.

Dieser Award hat, im Gegensatz zu anderen Preisverleihungen im Bereich Gaming, seinen Fokus ganz explizit auf dem Faktor Innovation und soll gleichzeitig auch das Bundesland Hessen (und die gastgebende Bankenmetropole Frankfurt) in das richtige Licht rücken. Die Kategorien waren:

  • T – Innovative Technology (Hard- and Software)

  • GD – Innovative Game Design
  • AME – Innovative Application Methods and Environments

Die Jury bestand u.a. aus Dieter Posch (FDP), Maruja Gutiérrez Diaz (EU-Kommission), Malte Behrmann (European Games Developer Federation), Jan Wagner (gamearea-FRM e. V.) und Jochen Hamma  (International Game Developers Association). Inwiefern bspw. der Wirtschafts- und Verkehrsminister Posch für diese Aufgabe qualifiziert war, vermag ich natürlich nicht zu sagen.

Die Liste aller Gewinner (darunter Microsoft & Crytek) gibt es HIER!

Fotos: Innovative-Games & European Innovative Games Awards

eTrends: Uni Frankfurt wechselt von WebCT zu OLAT

Seit einigen Jahren wechseln immer mehr Universitäten in Deutschland von kommerziellen Lehr- und Lernumgebungen wie bspw. WebCT zu Open Source Plattformen wie OLAT.

Neuestes Beispiel für diese Trendwende ist die Johann Wolfgang Goethe Universität zu Frankfurt am Main. Auf der entsprechenden Website der Uni wird der Wechsel bereits  angekündigt und unter der (regelrecht zelebrierenden) Überschrift “WebCT geht – OLAT kommt” auch noch ausführlich erklärt.

Zitat: “Seit 2003 wird an der Goethe-Universität Frankfurt am Main das Lernmanagementsystem WebCT eingesetzt. Die Anforderungen an E-Learning-Systeme haben sich seit dieser Zeit stark verändert. Deshalb wird ab dem Sommersemester 2011 die neue E-Learning-Plattform OLAT in Betrieb genommen.”

OLAT ist ein Open-Source-System, das von der Universität Zürich entwickelt wurde. Laut Aussage der Goethe Universität zu Frankfurt am Main, “handelt es sich dabei um eine vielversprechende und zukunftsträchtige Plattform, mit der sich viele didaktische Konzepte umsetzen lassen und die deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Studierende bietet (z. B. selbst eingerichtete Arbeitsgruppen mit eigenen Foren und Wikis).”

Nähere Details zu WebCT könnt Ihr HIER nachlesen.

Foto: Wikipedia & Uni Freiburg

Lecturio: Geburtstag = Pizzatag

Um seinen Geburtstag gebührend nachzufeiern, hat sich Martin, einer unserer beiden Geschäftsführer, nicht lumpen lassen und dem Team zwei Runden Pizza spendiert. Lecker!

Die zweite Lieferung wurde aus versorgungstechnischen Gründen leider notwendig, da die erste schon nach wenigen Minuten weggeputzt war. Es ist natürlich nicht so, dass wir zu Hause nichts zu essen bekommen, aber die Pizzen waren einfach zu lecker. Außerdem macht harte Arbeit bekanntlich auch sehr hungrig (und wir arbeiten wirklich hart!) und gegen geschmolzenen Käse ist grundsätzlich sowieso nichts einzuwenden..

An dieser Stelle also noch mal vielen Dank und nachträglich alles Gute für die nächste Dekade!

eRegion: Aus für KMW an Uni Leipzig?

Da wir ein Leipziger Unternehmen sind, sind wir natürlich besonders interessiert an der hiesigen Universität und den dortigen Geschehnissen und Entwicklungen. Auch wenn diese nicht immer besonders positiv sind.

Denn die KMW-Studenten der Uni Leipzig durchleben dieser Tage eine wahrlich unschöne Zeit. Ganz öffentlich (und immer öfters auch unter der Gürtellinie) wird die Zukunft ihres Studiums infrage gestellt. Dabei geht es vor allem um Kompetenzgerangel, Egos, Neuausrichtungen und Sparkurse. Um Inhalte geht es leider immer seltener, obwohl das ja sicherlich nicht die Quintessenz der Lehre für gerade diese Studenten sein solle, oder?

Letzte Woche veröffentliche die ZEIT Online einen Artikel von Ralf Geissler, der selber an der Uni Leipzig Journalistik studiert hatte und dort sogar schon Gastdozent war. Der Mann weiß also aus auch eigener Erfahrung, wovon er da spricht. Das Bild, das er in dem Artikel zeichnet, schmeichelt dem Institut (bzw. bestimmten Vertretern des Lehrkörpers) in keinster Weise und die Leserkommentare tun es noch viel weniger.

Im Prinzip geht es, neben all den Personalquerelen & verbalen Ausfällen, um einen Trendwechsel in der Journalistik. Der PR-Bereich wächst (oder solles noch tun) und verdrängt durch Einsparungspläne traditionelle Bereiche. An der Uni sollen also fortan PR-Profis geschmiedet werden und keine Journalisten im herkömmlichen Sinne.

Da auch ich an der Uni Leipzig studiert habe (sogar mal ein Semester KMW als Wahlbereichsmodul) und auch Menschen aus meinem Bekanntenkreis davon betroffen sind, werde ich die weitere Entwicklung natürlich im Auge behalten und damit unerfreuliche PR-Arbeit für jenes Institut betreiben euch regelmäßig Updates liefern.

Fotos: Uni Leipzig

Serious Games: Moonshield & Papa Sangre

Aus dem Bereich Serious Games/Edutainment gibt es scheinbar täglich Neuigkeiten. So kommt es auch, dass ich euch mal wieder zwei Spiele vorstellen kann, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wieder sind es zwei völlig verschiedene Medien, die aber dennoch jeweils Unterhaltung und Wissenserwerb, fernab von Gehirnjogging und Nintendogz, ermöglichen.

Die international operierende Thales Gruppe hat sich von KTM Advance, welche ja auch schon für den FarmVille-Klon “Ludiville” verantwortlich waren, ein Serious Game für den Bereich Recruiting programmieren lassen. Das nennt sich “Moonshield” und orientiert sich offensichtlich an der Spielweise und dem Szenario des 90er-Klassikers Starcraft. Zwar ist das Spiel selber auch schon etwas älter, aber das Einsatzgebiet ist dennoch sehr spannend (der Meinung war übrigens auch mein Kollege Christian, unser Experte für Recruiting & Employer Branding). Hier sollen also potentielle Bewerber per Strategiespiel gefordert und getestet werden. Ein kleiner Teaser:

Einen ganz anderen (aber nicht minder spannenden) Ansatz bietet das Spiel Papa Sangre. Es basiert ausschließlich auf auditiver Wahrnehmung und stellt damit sicherlich eine Ausnahme und auch Innovation dar.

Die Jungs und Mädels von Mac Life haben dazu einen sehr ausführlichen Bericht geschrieben, den Ihr euch HIER durchlesen könnt bzw. solltet. Zitat: “Papa Sangre ist ein Spiel von beispielloser atmosphärischer Dichte und spielerischer Innovation, das sich niemand entgehen lassen sollte. Zu Bemängeln gibt es wenig. Einzig der Umstand, dass die Erzählerstimmen in englischer Sprache sind, mag einige Interessierte verprellen. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass wir im Zusammenspiel von Beschleunigungssensor, Gyroskop und GPS die Spielsteuerung mit unseren Bewegungen vornehmen. Dann ist der Horror perfekt.”

Hier ein Testbericht in Videoform:

PS: Beim Klonen sich inspirieren lassen von erfolgreichen Software-Titeln sollten dieser Tag auch Serious Games Schmieden vorsichtig sein. Man könnte dabei leicht in die falsche Schublade geraten..

Fotos: Ars Technica & gameclassification